Steuerbaratung

Steuerbetrug

Der Tatbestand Steuerbetrug ist erfüllt, wenn ein eingereichtes Dokument gefälscht oder abgeändert wurde.

Ebenso wenn eine Bilanz oder Erfolgsrechnung einer doppelten Buchhaltung gefälscht ist, oder wenn zum Beispiel vergessen wurde, Einnahmen des Unternehmens in der Erfolgsrechnung zu erfassen.


Es gibt in diesem Fall:

  • ein Strafsteuerverfahren mit Nachsteuern und Busse wie bei einer Steuerhinterziehung,
  • ein strafrechtliches Verfahren, das neben dem Eintrag ins Strafregister meist mit einer bedingten Geldstrafe und einer Busse endet.

Im strafrechtlichen Verfahren wird mit allen Mitteln des ordentlichen Strafverfahrens ermittelt d.h. mit Mitteln wie Hausdurchsuchung, Verhaftung oder Aufhebung des Bankgeheimnisses.


Praktisch alle Staaten kennen im Steuerrecht nur den Tatbestand Steuerbetrug und nicht den Tatbestand Steuerhinterziehung wie die Schweiz.

In Fällen des Steuerbetruges werden den ausländischen Staaten mit Doppelbesteuerungsabkommen ohne Amtshilfe Auskunft erteilt, und zwar in einem langwierigen Rechtshilfeverfahren. Im Amtshilfeverfahren mit den Staaten mit Doppelbesteuerungsabkommen mit Amtshilfe handelt es sich um ein abgekürztes Verfahren welches die Steuerämter bei Verdachtsmomenten ohne Gerichtsentscheid einleiten können.
Ab 1.1.2017 wird durch den automatischen Informationsaustausch der automatische Datenfluss eingeführt, das heisst die Steuerämter erhalten steuerrelevante Daten ohne Nachfragen durch den anderen Staat.