Steuerbaratung

Pensionskassen-nachzahlungen

Pensionskassennachzahlungen sind bei der Einkommenssteuer voll absetzbar.

Dabei ist bei den Nachzahlungen zu unterscheiden zwischen dem obligatorischen und dem überobligatorischen Teil. Bei ersterem ist eine Mindestverzinsung garantiert, beim zweiten nicht.


Eine Einschränkung ergibt sich bei Ausländerinnen und Ausländern in den ersten fünf Jahren nach der Immigration:

Die Pensionskassennachzahlung  darf in den ersten fünf Jahren nach der Immigration maximal 20% des pensionskassenversicherten Einkommens betragen.


Pensionskasseneinlagen können geleistet werden bis zum Pensionskassenbezug. Die Altersgrenze beträgt fünf Jahre nach dem ordentlichen Pensionsalter, immer vorausgesetzt, es besteht ein Arbeitseinkommen und die Pensionskasse kennt eine solche durch das Gesetz mögliche Erstreckung.


Pensionskasse

Praktisch alle Pensionskassen kennen den Kapitalrückzug des Pensionskassenguthabens


  • beim Kauf von Wohneigentum,
  • bei der Amortisation einer Hypothek,
  • bei der Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit,
  • bei der Ausreise aus der Schweiz und
  • bei der Pensionierung.


Einschränkungen beim Rückzug der Gelder der Pensionskasse

  1. Ausreise aus der Schweiz
    Wandern Sie in ein EU-Land aus, kann nur der überobligatorische Teil der Prämien-Einzahlungen zurückgezogen werden.
  2. Kauf von Wohneigentum
    Der zu beziehende Teil kann eingeschränkt sein durch das Pensionskassenreglement, v.a. ab dem 50 Altersjahr.
  3. Selbstständige Erwerbstätigkeit
    Es ist bei zunehmendem Alter sehr gut zu überlegen, ob das Pensionskassengeld für die selbstständige Erwerbstätigkeit verwendet werden soll; schon viel Personen haben dabei das gesamte Geld verloren und hatten dann mit 65 Jahren nur noch die AHV-Rente.
  4. Pensionierung
    Es können Teile oder das gesamte Kapital bezogen werden. Dieser Schritt ist sehr gut zu überlegen, denn die lebenslange Rente inkl. Ausbildungs- und Ehepartnerrente ist häufig vorteilhafter.


Werden zusätzliche Einlagen in den letzten 36 Monaten vor dem Rückzug geleistet, werden diese zum ordentlichen Steuersatz besteuert beim Rückzug.


Beim Kapitalrückzug fallen in der Regel tiefere Steuern als bei der Einzahlung an. Es ergeben sich substantielle Steuerersparnisse zwischen den eingesparten Steuern bei der Einlage und der zu zahlenden Steuer beim Rückzug.