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Aktuelles


Automatischer Informationsaustausch

 

 

Einkommen und Vermögen von Privatpersonen im Ausland im Lichte des AIAs bzw. der Amtshilfe 

Für alle Personen mit Konten, Grundeigentum, Beteiligungen im Ausland oder Renten vom Ausland, die in der Schweiz nicht deklariert worden sind, ist es angezeigt, sich bei einem Steuerfachmann oder einer Steuerfachfrau für eine Beratung anzumelden. Oft ist eine Selbstanzeige angezeigt, und zwar bereits im Kalenderjahr 2017, sonst könnte es zu happigen Bussen nebst den ordentlichen Steuerzahlungen kommen. Kein Schutz bietet diese Empfehlung gegen demnächst einsetzende Recherchen des Steueramtes basierend auf der Amtshilfe, die bei zahlreichen Ländern schon heute stattfinden kann. Sobald das Steueramt Verdacht schöpft und bei Ihnen nachfragt, können Sie nicht mehr profitieren von den Vorzugsbedingungen der straflosen Selbstanzeige.

Wir kennen die Doppelbesteuerungsabkommen, den Zusatz der Amtshilfe als auch die wesentlichen Teile der AIA. Wir beraten Sie gerne bei Unsicherheiten sowie beim Lösen Ihrer Steuerprobleme von in der Schweiz bis zu diesem Zeitpunkt nicht deklarierten Einnahmen- und Vermögensteile. 

 

Schweiz Inland

Das inländische Bankgeheimnis gegenüber Inländern wird durch die Umsetzung des neuen globalen Standards des AIA nicht tangiert, d.h. das Bankgeheimnis gilt weiterhin für alle Schweizer Inländer.


AIA

Beim AIA übermitteln die Finanzinstitute (und Versicherungen) die Informationen an die nationalen Steuerbehörden, die sie automatisch an die Behörden der Herkunftsländer der Anleger weiterleiten.

Dabei werden im Bereich der natürlichen Personen folgende Daten übermittelt 

-       Namen, Adresse

-       Geburtsdatum des Anlegers und Ort der Geburt

-       Steuernummer

-       Zinsen, Dividenden, 

-       Einnahmen aus bestimmten Versicherungsverträgen

-       Kontoguthaben und Erlös aus Veräusserungen von Finanzvermögen

 

Schon seit 1991 besteht ein umfassender AIA zwischen Finnland, Norwegen, Schweden, Island, Dänemark, deren automatischer Informationsaustausch über die globalen Standards hinausgeht.  

Nach 2005 führten die EU-Staaten ausser Belgien, Luxemburg, Österreich für einen Teil der Erträge einen automatischen Informationsaustausch ein, dies zusammen mit Anguilla, Aruba, Britische Jungfern Insel, Guernsey, Isle of Man, Kaiman Inseln, Montserrat.

Ab 2013 übermitteln die meisten europäischer Staaten, darunter auch die Schweiz, der USA im Zuge des FACTA = Foreign Account Tax Compliance Act Finanzdaten, meist unilateral wie z.B. die Schweiz. Alle Banken, die mit Banken in Kontakt sind, welche mit der USA Geschäftsbeziehungen haben, sind weltweit verpflichtet, der US die Daten der US-Bürger und Greencard-Inhaber zu liefern.


Schweiz - EU

Die Schweiz und die EU haben am 26. Mai 2015 ein Abkommen zur Einführung des globales Standards für den AIA in Steuersachen unterschrieben. Mit der Billigung durch den Schweizer Nationalrates vom 8. Dezember 2015 und der Billigung der EU-Staaten tritt der AIA mit den EU-Staaten in Kraft. Ab 1.1.2018 werden die Daten für 2017 von den am AIA teilnehmenden Staaten der Eidgenössische Finanzverwaltung überweisen; ab 1.7.2018 haben die Kantonalen Steuerämter Zugriff auf diese 2017er-Daten.

Ab 1.1.2018 für 2017 werden zwischen diesen Staaten nach dem AIA-Abkommen Daten ausgetauscht (u.a. Bank-, Versicherungs- aber auch Unternehmensdaten)

Dies bedeutet unter Berücksichtigung der mit zahlreichen Staaten abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen mit Amtshilfe ab 2011 (Daten des Inkrafttretens bzw. der vereinbarten Steuerjahre), dass die Schweizer Steuerämter bei zahlreichen Staaten auch Daten für bis zu zehn Steuerjahre nachfragen kann.

 

Schweiz - weitere Länder

Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) hat am 1. Dezember 2016 die Vernehmlassung zur Einführung des automatischen Informationsaustauschs in Steuersachen mit einer Serie von weiteren Ländern eröffnet. Der AIA mit diesen Ländern wird am 1. Januar 2018 in Kraft treten, so dass im Jahr 2019 ein erster Datenaustausch für 2018 erfolgen kann. 

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) ist zuständig für den Vollzug des AIA. Unter den Staaten, welche den AIA einführen, befinden sich alle Staaten mit wichtigen Finanzzentren. 

 

Staaten

Die Schweiz hat mit folgenden Partnerstaaten den AIA vereinbart (Stand 25.4.2017): 

I. Staaten mit ersten Datenaustausch für 2017 

Australien, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Guernsey, Insel Man, Irland, Island, Italien, Japan, Jersey, Griechenland, Kanada, Kroatien, Lettland, Litau-en, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Norwegen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südkorea, Tschechische Republik, Ungarn, Ver-einigtes Königreich, Zypern Das AIA-Abkommen mit der EU gilt auch für Aland-Inseln, die Azoren, Französisch-Guayana, Gibraltar, Guadeloupe, die Kanarischen Inseln, Madeira, Martinique, Mayotte, Réunion, Saint Martin. 

II. Staaten mit ersten Datenaustausch für 2018 

Andorra, Antigua und Barbuda, Argentinien, Aruba, Barbados, Belize, Bermuda-Inseln, Brasi-lien, Britische Jungferninseln, Cayman Inseln, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Curacao, Färöer Inseln, Grenada, Grönland, Guernsey, Indien, Indonesien, Israel, Kolumbi-en, Liechtenstein, Malaysia, Mauritius, Marshallinseln, Mexiko, Monaco, Montserrat, Neusee-land, Russland, San Marino, Saint Kitts + Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent + die Grenadien, Saudi-Arabien, Seychellen, Südafrika, Südkorea, Turks und Caicos Inseln, Uruguay, vereinigte Arabische Emirate.

III. Staaten, die sich verpflichtet haben, aber noch nicht unterzeichnet haben.

Albanien, Anguilla, Bahamas, Bahrain, Brunei, Dominica, Ghana, Hong Kong, Macau, Niue, Panama, Qatar, Samoa, Singapur, Trinidad und Tobago, Türkei, die USA, Vanuatu.

 

 

 



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